29.10.2026

Unser Fahrsicherheitstag 2026

Wenn Verkehrssicherheit zum Erlebnis wird

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, ein Hindernis im toten Winkel oder ein falsch eingeschätzter Abstand: Im Straßenverkehr können schon kleine Fehler große Folgen haben. Wie wichtig vorausschauendes Fahren, die richtige Reaktion in Gefahrensituationen und ein bewusster Umgang mit moderner Fahrzeugtechnik sind, konnten unsere Mitarbeitenden beim Fahrsicherheitstag auf dem Gelände unserer Hauptverwaltung in Nürnberg selbst erleben. Und dabei gab es einige überraschende Erkenntnisse.

Wenn der Parkplatz zur Trainingsstrecke wird

Normalerweise herrscht auf unserem Betriebshof reger Verkehr. Dienstfahrzeuge kommen und gehen, Mitarbeitende sind unterwegs zu Kunden und Objekten. Beim Fahrsicherheitstag sah das etwas anders aus. Ein enger Parcours, verschiedene Trainingsstationen und zahlreiche Fachleute warteten auf unsere Kolleginnen und Kollegen. Ausgewählte Mitarbeitende aus unterschiedlichen Niederlassungen und Geschäftsbereichen waren zusammengekommen, um ihr Wissen rund um die Verkehrssicherheit aufzufrischen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Organisiert wurde der Tag von unserem Fuhrpark-Team um Leiterin Andrea Wagner und Sachbearbeiterin Brigitte Sust. Gemeinsam mit externen Partnern hatten sie ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, bei dem nicht die Theorie, sondern vor allem das eigene Erleben im Mittelpunkt stand.
 

„Ich bin beruflich jeden Tag mit dem Auto unterwegs und dachte eigentlich, dass ich mein Fahrzeug ziemlich gut kenne. Aber beim Fahrsicherheitstag gab es dann doch ein paar Überraschungen. Vor allem bei den praktischen Übungen hat man gemerkt, dass man manche Situationen einfach unterschätzt. Ich nehme auf jeden Fall etwas für den Alltag mit.“

– Melvin Pirner, Abschnittsleiter


Moderne Technik hilft, hat aber Grenzen

Einsteigen, Motor starten und ab durch den Parcours. Klingt einfach, wurde aber schnell zur Herausforderung. Unter der Aufsicht unserer Partner von Fuhrpark Plus manövrierten die Teilnehmenden ihre eigenen Dienstfahrzeuge durch enge Passagen und um verschiedene Hindernisse. Dabei wurde deutlich, dass moderne Assistenzsysteme zwar wertvolle Unterstützung bieten, aber keineswegs jede Gefahr erkennen können. Einparkhilfen beispielsweise warnen zuverlässig vor vielen Hindernissen. Doch besonders niedrige Gegenstände können außerhalb ihres Erfassungsbereichs liegen. Hinzu kommt, dass Sensoren je nach Fahrzeugmodell unterschiedlich angeordnet sind. Ein Hindernis direkt vor dem Fahrzeug muss deshalb nicht zwangsläufig erkannt werden.
Eine wichtige Erkenntnis für alle Teilnehmenden: Wer sich ausschließlich auf die Technik verlässt, übersieht möglicherweise genau das, worauf es ankommt. Der eigene Blick, Aufmerksamkeit und eine realistische Einschätzung der Situation bleiben unverzichtbar.
Neben den praktischen Fahrübungen vermittelten die Experten von Fuhrpark Plus auch wichtige Grundlagen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr. Eine Alkohol-Simulationsbrille machte zudem erlebbar, wie stark die Wahrnehmung und das Reaktionsvermögen unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt werden können.
 


Zehn km/h, die Eindruck hinterlassen

Ein besonderes Erlebnis wartete an der Station der BG Verkehr. Mit einem Aufprallsimulator konnten die Teilnehmenden am eigenen Körper erfahren, welche Kräfte bereits bei einer vergleichsweise geringen Geschwindigkeit wirken.
Gerade einmal zehn km/h zeigte der Simulator an. Eine Geschwindigkeit, die im Alltag kaum als gefährlich wahrgenommen wird. Doch der simulierte Aufprall machte eindrucksvoll deutlich, wie abrupt der Körper bei einem Zusammenstoß abgebremst wird und welche Belastungen dabei entstehen. Eine Erfahrung, die viele überraschte und eindrücklich zeigte, warum Sicherheitsgurte, angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren so wichtig sind.

Richtig handeln, wenn es darauf ankommt

Was passiert, wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Verkehrsunfall kommt? Wie verhält man sich richtig an einer Unfallstelle? Und worauf kommt es in den ersten Minuten besonders an? Diesen Fragen widmeten sich die Johanniter. Sie vermittelten den Teilnehmenden wichtige Grundlagen zum Verhalten nach einem Verkehrsunfall und sensibilisierten dafür, wie entscheidend besonnenes und schnelles Handeln in einer solchen Situation sein kann. Denn Verkehrssicherheit bedeutet nicht nur, Unfälle möglichst zu vermeiden. Es geht auch darum, im Ernstfall vorbereitet zu sein und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
 

„Viele unserer Kolleginnen und Kollegen verbringen täglich mehrere Stunden im Auto. Da schleichen sich schnell Routinen ein und man verlässt sich vielleicht zu sehr auf die Technik. Mit unserem Fahrsicherheitstag möchten wir genau dafür sensibilisieren. Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeitenden sicher unterwegs sind und am Ende des Arbeitstages gesund nach Hause kommen.“

– Andrea Wagner, Leiterin Fuhrpark und Schadenmanagement


Fit und aufmerksam am Steuer

Auch die eigene Gesundheit spielt für die Sicherheit im Straßenverkehr eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit der AOK und Stefan Horalek von der Manufaktur für Gesundheit beschäftigten sich unsere Mitarbeitenden deshalb mit den körperlichen und mentalen Voraussetzungen für sicheres Fahren. Neben praktischen Bewegungs- und Reaktionsübungen standen auch Themen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, gesunder Schlaf und Ernährung im Mittelpunkt. Ein weiterer Programmpunkt, der zeigte, dass Verkehrssicherheit weit über die richtige Fahrtechnik hinausgeht und bei Fürst ganzheitlich betrachtet wird.
 


Ein Tag, der im Gedächtnis bleibt

Der Fahrsicherheitstag hat gezeigt, wie wichtig es ist, vermeintlich selbstverständliche Dinge immer wieder zu hinterfragen. Denn auch wer seit vielen Jahren Auto fährt, kann dazulernen.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Fuhrpark-Team um Andrea Wagner und Brigitte Sust für die Organisation sowie Ralph Feldbauer von RiskGuard, Fuhrpark Plus, den Johannitern und der BG Verkehr für die fachkundige Begleitung und die vielen praxisnahen Einblicke.
Am Ende bleibt vor allem eine Erkenntnis: Moderne Technik kann uns das Fahren erleichtern und sicherer machen. Die Verantwortung am Steuer nimmt sie uns aber nicht ab.
 

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