13.08.2026

Das Science Camp 2026 zu Gast bei Fürst

Wenn aus Neugier echtes Entdecken wird

Warum löst sich Schmutz manchmal fast von selbst und an anderer Stelle braucht es deutlich mehr Kraft? Was haben Temperatur und Einwirkzeit damit zu tun? Und wie viel Naturwissenschaft und moderne Technik stecken eigentlich in professioneller Gebäudereinigung?
Beim diesjährigen Science Camp konnten junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher genau das selbst herausfinden. Auch 2026 öffneten wir wieder unsere Türen und machten aus einem Ferientag einen Praxistag rund um Chemie, Technik und das Gebäudereiniger-Handwerk.
Seit 2018 begleiten wir das vom Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg initiierte Science Camp als Sponsor und aktiver Partner. Denn Kinder für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, funktioniert aus unserer Sicht am besten, wenn sie nicht nur zuhören, sondern selbst ausprobieren dürfen.
 


Durchblick auf der Dachterrasse

Mit Abdelkader Michiche ging es für die Nachwuchsforscherinnen und -forscher auf unsere Dachterrasse. Dort zeigte unser Auszubildender zum Gebäudereiniger, wie professionelle Glasreinigung funktioniert. Statt den Kindern nur zu erklären, welche Arbeitsschritte dazugehören, durften sie selbst ran. Gemeinsam wurden die Fenster gereinigt und dabei schnell deutlich: Streifenfreie Glasflächen sind eben nicht einfach das Ergebnis von „Wasser drauf und abziehen“. Die richtige Technik, das passende Arbeitsmaterial und ein systematisches Vorgehen machen den Unterschied.
Für Abdelkader war die Station gleichzeitig eine gute Gelegenheit, den Kindern seinen Ausbildungsberuf ganz praktisch näherzubringen. Denn das Gebäudereiniger-Handwerk verbindet handwerkliches Können mit Fachwissen, Technik und einem guten Verständnis für Materialien und Reinigungsverfahren.
 

“Die Neugier der Kinder, ihre direkten Fragen und ihre Begeisterung beim Ausprobieren machen das Science Camp für mich jedes Jahr zu etwas Besonderem. Und wer weiß, vielleicht hält die Begeisterung für die Fensterreinigung ja sogar bis nach Hause an.”

– Stefanie Hemmer, Referentin soziale Verantwortung und nachhaltige Unternehmensprojekte


Wenn der Roboter plötzlich eine Getränkedose verschluckt

An einer anderen Station wartete moderne Robotik. Julian Nabein von unserer Anwendungstechnik und Zolack Papikian aus der IT nahmen die Kinder mit auf den Hof und zeigten ihnen den Pudu MT1 Max im Einsatz. Der autonome Reinigungsroboter ist für die Reinigung großer Flächen konzipiert und navigiert selbstständig durch seine Umgebung. Für die Kinder wurde es allerdings besonders spannend, als nicht nur gewöhnlicher Schmutz auf seinem Weg lag: Der MT1 Max nahm kurzerhand auch eine Getränkedose auf. Spätestens da hatte der Roboter die volle Aufmerksamkeit seiner jungen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Die Vorführung machte anschaulich, wie moderne Technologien die professionelle Gebäudereinigung verändern. Robotik kann wiederkehrende Aufgaben übernehmen und unsere Mitarbeitenden im Arbeitsalltag unterstützen. Gleichzeitig braucht es Menschen, die die Technik verstehen, richtig einsetzen und wissen, für welche Aufgaben sie geeignet ist.
 


Wischmopp gegen i-Mop: Wer macht das Rennen?

Natürlich durfte auch eine mittlerweile echte Science-Camp-Tradition nicht fehlen: Wischmopp gegen i-Mop.
Auf der einen Seite die klassische manuelle Reinigung, auf der anderen moderne maschinelle Unterstützung.
Beim direkten Vergleich konnten die Kinder, begleitet von unserem Anwendungstechniker Oliver Kussberger, selbst erleben, wie unterschiedlich sich eine Reinigungsaufgabe lösen lässt und welchen Einfluss das eingesetzte Arbeitsmittel auf Geschwindigkeit und Arbeitsweise hat.
 

„Kinder lernen am besten, wenn sie selbst entdecken und ausprobieren können. Genau das macht das Science Camp seit vielen Jahren so wertvoll. In unserem Workshop zeigen unsere Kolleginnen und Kollegen, dass moderne Gebäudedienstleistungen weit mehr sind als Reinigung: Wissenschaft, Digitalisierung und innovative Technologien gehören heute selbstverständlich dazu. So machen wir erlebbar, wie vielseitig und zukunftsfähig unser Handwerk ist und wie spannend die Berufe sind, die dahinterstehen.“

– Christine Bruchmann, geschäftsführende Gesellschafterin


Ein Handwerk, das mehr kann, als viele denken

Fensterreinigung auf der Dachterrasse, ein autonomer Reinigungsroboter auf dem Hof, ein Rennen zwischen Wischmopp und i-Mop und mittendrin jede Menge Chemie, Physik und Technik: Das Science Camp zeigte auch in diesem Jahr, wie vielseitig professionelle Gebäudereinigung heute ist.
Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder nicht nur Maschinen und Verfahren kennenlernen, sondern auch die Menschen dahinter. Unsere Kollegen aus Anwendungstechnik und IT brachten ihr Fachwissen ein, während Abdelkader als Auszubildender praxisnah zeigen konnte, was zu seinem Beruf gehört. So wird aus einem Berufsbild, unter dem sich Kinder zunächst vielleicht nur wenig vorstellen können, plötzlich etwas Greifbares.
 


Nachwuchsförderung beginnt mit Neugier

Natürlich entscheidet sich nach einem Tag beim Science Camp niemand für seinen späteren Ausbildungsberuf. Darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, Neugier zu wecken. Kindern die Möglichkeit zu geben, Dinge selbst auszuprobieren und ihnen zu zeigen, dass Naturwissenschaften nicht nur im Schulbuch oder im Labor stattfinden. Chemie und Physik begegnen uns auch dort, wo man sie auf den ersten Blick vielleicht gar nicht vermutet.
Deshalb ist das Science Camp für uns seit vielen Jahren ein besonderer Baustein unserer Nachwuchsförderung. Wir möchten jungen Menschen früh Einblicke in unterschiedliche Berufsbilder ermöglichen und zeigen, wie vielfältig die Arbeitswelt eines modernen Gebäudedienstleisters ist.
Und wenn nach einem Tag bei uns neben Experimenten, sauberen Fenstern, einem ziemlich beeindruckenden Roboter und jeder Menge Spaß vor allem eine Erkenntnis hängen bleibt, dann vielleicht diese: Hinter sauber steckt ziemlich viel Wissenschaft.
 

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